- Eine Vision ist ein geistiges Bild, wie sie in Zukunft möglich und erwünscht ist. In ihr spiegeln sich Wünsche, Ziele und Erwartungen aller. Eine Vision verpflichtet zu Aktivitäten und ermutigt zu Änderungen, die zu einem erwünschten Zustand führen. Der Kern der Vision sind Werte, die von allen beteiligten ausgewählt werden und die Grundlage für die Weiterentwicklung bilden. Eine Vision ist die Grundrichtung, nach der geplant und entschieden wird, ein dynamischer und interaktiver Prozess, der das Denken, Handeln und Fühlen sinnvoll leiten soll.
- Gemeinsame Bestrebungen für vereinbarte Ziele führen zu Vertrauen, zu
gegenseitiger Hilfe, beides aber zu einem Gefühl von Sicherheit und zum
Angenommensein. Von da an ist es nicht mehr weit zur Wahrnehmung der
eigenen und gemeinsamen Identität und der Selbstachtung, was
langfristig gesehen die Grundlage für eine gesunde und selbstbewusste
Persönlichkeit ist. Vor allem, die Persönlichkeit des andern zu
erfassen, Anteil zu
nehmen, Berührungspunkte und Unterschiede im Denken zu erkunden. Was
uns interessiert, ist nicht der eindimensionale Techniker, sondern der
konkrete Mensch.
- Sicherheit in der Formendisziplin ermöglicht eine Qualitätvolle
Weiterführung und damit ein nachhaltitges Lernen. Der Unterricht an
dieser Schule wird nicht nur nach der Häufigkeit von
Erfolgen gemessen, sondern vor allem anhand der Qualität
gegenseitiger Beziehungen. Wir schätzen unseren Übunbgserfolg und
verstehen es unsere Leistung auf andere Übungsdisziplinen zu
übertragen, wir sind aber
auch fähig einen möglichen Misserfolg kritisch zu beurteilen und aus
den
Erfahrungen zu lernen!Eine Harmonisierung und Suchen von Kompromissen
ist deshalb nur anhand eines Dialogs möglich.
- Die Sicht des Gewünschten und Möglichen, trägt die
Motivation in sich, die uns zur Entwicklung anspornt. Sie gibt uns
Kraft, dass wir auf dem Weg zum Ziel Hindernisse überwinden und bei
Problemen nicht verzweifeln. Es ist leichter, wenn uns vertrauensvoll Mitwirkende begleiten.
- Hoffnung und Glaube genügen oft nicht. Für einige ist der Übungserfolg
manchmal schmerzhaft, voller Niederlagen und Misserfolge. Für Einzelne
ist manchmal sogar das Beste nicht gut genug, manchmal bleibt man trotz
allem noch immer auf der Stelle stehen und kaum erfolgreich.
- Ein Unterricht, der sowohl den begabten und durchschnittlichen
Schülern,
als auch denen unter ihnen mit besonderen Bedürfnissen zuhört, sie
versteht, ermutigt und unterstützt. Jeder von uns braucht einen
Menschen, braucht Aufmerksamkeit, Glauben und Vertrauen, damit er die
Unterweisung meistert oder meistern wird. Wenn wir uns aller dieser
Verschiedenheiten bewusst sind, ist es uns möglich mit einer positiven
Einstellung die uns gesetzten Ziele gemeinsam zu verwirklichen.
- Achtung auf allen Ebenen,
Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Entwickeln von Gemeinschaftssinn, gesunde
Beziehungen zur Umwelt, zur Natur und zum Kulturerbe, Sorge für die
Gesundheit, Toleranz, Berücksichtigen der Verschiedenartigkeiten sowie
Zusammenarbeit und Vertrauen. Ein offenes Herz und Auge, das den Sinn
und das
Glück in kleinen Dingen findet. Man muss sich auch bewusst sein, dass
jede Tat ihren Auswirkung hat.
- Die Kampfkunst eröffnet uns neue Wege, wir bauen Brücken. Wir sind frei
und können uns diesen Weg der Bewegungskunst selbst wählen. Es ist
nicht notwendig, dass wir auf diesem Weg alleine bleiben, obwohl wir
auf diesen Weg vorläufig alleine gehen. Wir können uns jederzeit
entscheiden, einen anderen Weg zu wählen oder vieleicht sogar jemanden
auf diesen Weg einladen. Der unbekannte Weg kann uns etwas Angst
einflössen und uns gleichzeitig auch neugierig machen, wohin er uns
führt. Es ist möglich, dass wir auf dem Weg uns neue Ziele gestalten.
Doch für das alles müssen wir zuerst in uns hinein hören und vieleicht
zunächst dieses Wagnis eingehen.
- Gesundheit und Natürlichkeit
sowie Perfektion im höchsten Sinn der Kampfkunst zu erreichen, nämlich
jenen Zustand, in welchem alle Bewegungsvorgänge richtig ablaufen und
ineinandergreifen; dieser
Gleichgewichtszustand auf der Ebene des Organismus verbürgt allein
seine volle
Leistungsfähigkeit. Die körperliche Schulung betont aufs
nachdrücklichste den innigen, unlösbaren Zusammenhang zwischen Leib und
Seele. Die Schule bemüht sich, stets den ganzen
Menschen zu sehen. Es bezieht kognitive, emotionale und körperliche
Aspekte mit in den Lern- und Entwicklungsprozess ein.
|
|