Qi Gong Das Konzept des Raumes besagt, dass Raum durch das Vorhandensein von Qi definiert wird. Qi nimmt alle Dinge auf und durchdringt sie auch. Dies schließt sowohl die Verkörperung eines Dinges in einem anderen ein als auch eine gegenseitige Durchdringung. Aus der Zusammenschau dieser Konzepte ergibt sich die Sicht eines Universums als einer sich unaufhörlich wandelnden Ganzheit, deren aller Elemente sich gegenseitig durchdringen. Somit ist auch der Mensch integraler Bestandteil seiner natürlichen und Umwelt. Selbst die einzelnen Funktionselemente des menschlichen Körpers interagieren nicht nur untereinander sondern darüber hinaus gleichermaßen mit Natur und Gesellschaft. Da der Mensch wie alle anderen Dinge auch nichts anderes ist als Qi einer ganz bestimmten Art und Form, und damit in Wechselbeziehung steht zu anderen Formen von Qi als auch deren formlosen Erscheinungen, ist es ihm gleichermaßen möglich aktiv in diesen Austauschprozess einzutreten. Unter dem Begriff "Qigong" werden Übungen verstanden, mit welchen
wir das Qi im eigenen Körper stärken und entwickeln können. Alle Künste
des alten China haben erst in Verbindung mit den Möglichkeiten des Qigong ihre volle Blüte erreicht. Wer Qigong im Zusammenhang mit Taijiquan praktiziert, wird ein stärkeres Ergebnis haben und nicht nur mit Muskelkraft und Geschicklichkeit arbeiten. Einzelnen Übungen sind langsam, ihre Bewegung ist harmonisch. Ihre Wirkung ist aber nicht nur körperlich (Haltung, Dehnung, Kräftigung) sondern die Übungen beeinflussen in erster Linie die innere Energie des Menschen (Qi), welche in den Körpermeridianen fliesst. Damit beeinflussen die Übungen die Lebenskraft, mit dem Ziel, das Qi zu kultivieren.
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